Mathe-Insel Junge Kinder entdecken Mathematik im Spiel und Experiment |
Regionalauscheid 2016 bei Jugend forscht: Team der Mathe-Insel erringt 1. Preis in „Schüler experimentieren” |
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Das Team der Mathe-Insel: Tessa, Elli, Clara, Annika (GS Harthau) und Aaron (Schloßschule) (v.l.n.r.) sowie nicht im Bild Mathilda (GS Harthau), die zu diesem Zeitpunkt gerade an einem zweiten - ebenfalls prämiierten - Projekt der Grundschule Harthau erklärte: „Warum haben Bienen Haare?” |
Wir nahmen uns die Zeit und ließen die Würfel sehr oft rollen. Das korrekte Ablesen und Notieren der Ergebnisse ist für Schulanfänger schon eine anspruchsvolle Aufgabe. Zum Schluss wurden die Protokolle aller Schüler zusammengenommen und an der Tafel „gestapelt”. Obwohl jeder Schüler nur die kleinen Zahlen auf seinem eigenen Protokoll abzählen und übertragen musste, standen schließlich Säulen mit über Hundert Strichen an der Tafel. Und alle waren (beim Experiment mit einem Würfel) etwa gleich hoch.
Ganz ähnlich verlief das Experiment mit zwei Würfeln, nur dass sich dann ein deutlicher Berg bei der Sieben zeigte. Ganz von allein kamen einzelne Kinder auf eine Erklärung: Für die Sieben gibt es ja auch viel mehr Möglichkeiten.
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Beispielprogramm für das Würfeln mit einem Würfel. |
Nun also waren die fleißigen Würfler in der vierten Klasse angekommen und haben die Programmiersprache „Scratch” kennengelernt. Also wiederholten wir die Experimente - mit selbstgeschriebenen Programmen. Eine Erkenntnis war, dass sehr leicht völlig unsinnige Ergebnisse auftreten. Wenn die Simulation einen Würfel liefert, der nur Einsen wirft, stimmt etwas nicht. Simulationen haben Grenzen, die man kennen muss.
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So sieht es auf dem Bildschirm aus, wenn mit zwei Würfeln experimentiert wird. Der Berg in der Mitte ist gut zu sehen. |
Die Programme wurden verbessert, Fehler korrigiert, und unsere Würfelexperimente ließen sich schließlich doch sehr anschaulich nachvollziehen. All das wurde gemeinsam in einer Arbeit dokumentiert und bei „Jugend forscht” eingereicht.
An den zwei Tagen des Regionalausscheids am 4. und 5. März 2016 präsentierten viele Kinder und Jugendliche ihre Arbeiten. Die Harthauer Gruppe gehörte zu den Jüngsten. Es ist eine Herausforderung, zwischen so vielen Älteren seine Experimente zu erklären und auf mitunter sehr tiefgehende Fragen zu antworten. Gemeinsam zeigte unser Team seine Stärke und wurde von der Jury mit einem ersten Preis ausgezeichnet.
Die Grundschule Harthau wurde für ihr langjähriges Engagement bei diesem Wettbewerb mit einem Schulpreis besonders geehrt. Allein in diesem Jahr war sie mit drei Projekten in der IHK vertreten.