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Mathe-Insel
Junge Kinder entdecken Mathematik im Spiel und Experiment

2016-03-06: 1. Preis für unser Team

Regionalauscheid 2016 bei Jugend forscht: Team der Mathe-Insel erringt 1. Preis in „Schüler experimentieren”
Strahlende Gesichter sah man am 5. März bei der Siegerehrung in der IHK Chemnitz: Das Team der Mathe-Insel wurde für seine Experimente rund um den Würfel mit einem ersten Preis geehrt. Zwei Tage lang erklärten die Kinder den Jury-Mitgliedern, Besuchen und anderen Teilnehmern, was sie in den letzten Wochen und Monaten herausgefunden haben.


Das Team der Mathe-Insel

Das Team der Mathe-Insel: Tessa, Elli, Clara, Annika (GS Harthau) und Aaron (Schloßschule) (v.l.n.r.) sowie nicht im Bild Mathilda (GS Harthau), die zu diesem Zeitpunkt gerade an einem zweiten - ebenfalls prämiierten - Projekt der Grundschule Harthau erklärte: „Warum haben Bienen Haare?”

Kann ein Würfel spannend sein? Durchaus! Die Erst- und Zweiklässler gingen der Frage nach, welche Zahlen am häufigsten gewürfelt werden. Sowohl für einen einzelnen Würfel als auch für die Summe beim Wurf zweier Würfel.

Wir nahmen uns die Zeit und ließen die Würfel sehr oft rollen. Das korrekte Ablesen und Notieren der Ergebnisse ist für Schulanfänger schon eine anspruchsvolle Aufgabe. Zum Schluss wurden die Protokolle aller Schüler zusammengenommen und an der Tafel „gestapelt”. Obwohl jeder Schüler nur die kleinen Zahlen auf seinem eigenen Protokoll abzählen und übertragen musste, standen schließlich Säulen mit über Hundert Strichen an der Tafel. Und alle waren (beim Experiment mit einem Würfel) etwa gleich hoch.

Ganz ähnlich verlief das Experiment mit zwei Würfeln, nur dass sich dann ein deutlicher Berg bei der Sieben zeigte. Ganz von allein kamen einzelne Kinder auf eine Erklärung: Für die Sieben gibt es ja auch viel mehr Möglichkeiten.

Scratch-Programm

Beispielprogramm für das Würfeln mit einem Würfel.

Nun also waren die fleißigen Würfler in der vierten Klasse angekommen und haben die Programmiersprache „Scratch” kennengelernt. Also wiederholten wir die Experimente - mit selbstgeschriebenen Programmen. Eine Erkenntnis war, dass sehr leicht völlig unsinnige Ergebnisse auftreten. Wenn die Simulation einen Würfel liefert, der nur Einsen wirft, stimmt etwas nicht. Simulationen haben Grenzen, die man kennen muss.

Scratch-Programm

So sieht es auf dem Bildschirm aus, wenn mit zwei Würfeln experimentiert wird. Der Berg in der Mitte ist gut zu sehen.

Die Programme wurden verbessert, Fehler korrigiert, und unsere Würfelexperimente ließen sich schließlich doch sehr anschaulich nachvollziehen. All das wurde gemeinsam in einer Arbeit dokumentiert und bei „Jugend forscht” eingereicht.

An den zwei Tagen des Regionalausscheids am 4. und 5. März 2016 präsentierten viele Kinder und Jugendliche ihre Arbeiten. Die Harthauer Gruppe gehörte zu den Jüngsten. Es ist eine Herausforderung, zwischen so vielen Älteren seine Experimente zu erklären und auf mitunter sehr tiefgehende Fragen zu antworten. Gemeinsam zeigte unser Team seine Stärke und wurde von der Jury mit einem ersten Preis ausgezeichnet.

Die Grundschule Harthau wurde für ihr langjähriges Engagement bei diesem Wettbewerb mit einem Schulpreis besonders geehrt. Allein in diesem Jahr war sie mit drei Projekten in der IHK vertreten.


© R. Sontag, H. Geisler, 06.03.2016