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Junge Kinder entdecken Mathematik im Spiel und Experiment

2012-05-05: Baukastenpremiere „Kristalle - dreifach”

Pressemeldung der TU Chemnitz:
Kinder der Grundschule Harthau nähern sich kleinen Wundern der Natur - Phase 1 des Kooperationsprojektes endet am 7. Mai 2012 - Danach betreuen Chemiker und Mathematiker der TU die kleinen Forscher

Acht Schüler der Grundschule Harthau absolvieren derzeit ein Projekt zum Thema „Kristalle - dreifach!”. Sie nähern sich diesem Thema aus gestalterischer, chemischer und mathematischer Sicht. Betreut werden sie dabei von der Chemnitzer Holzgestalterin Julia Franke sowie von Wissenschaftlern der Technischen Universität Chemnitz.


Holzgestalterin Julia Franke erläutert den Grundschülern im Werkraum der Schule, welche Kristallformen in einem Würfel versteckt sind. Foto: Ralph Sontag

Holzgestalterin Julia Franke erläutert den Grundschülern im Werkraum der Schule, welche Kristallformen in einem Würfel versteckt sind. Foto: Ralph Sontag

Der erste Workshop, der insgesamt acht Unterrichtseinheiten umfasst, endet am 7. Mai. An diesem Tag werden die Schüler der 2. bis 4. Klasse ab 15.30 Uhr ihren „Kristallbaukasten” in ihrer Schule präsentieren. In den vergangenen Wochen hatten sie dafür Holz gesägt, geschliffen und bemalt. „Es entstanden Holzelemente, mit denen man nun anschaulich nachvollziehen kann, wie Kristalle wachsen und wie eine Form aus einer anderen hervorgeht”, sagt Projektleiter Ralph Sontag von der Fakultät für Informatik der TU Chemnitz. Die Kinder seien bisher begeistert bei der Sache gewesen. „Künftig profitieren auch die anderen Schüler der Grundschule davon, denn der Kristallbaukasten bleibt Eigentum der Schule und soll im Unterricht eingesetzt werden”, ergänzt Sontag.

In den kommenden Wochen werden die kleinen „Kristall-Spezialisten” von Chemikern und Mathematikern der TU Chemnitz in weitere Geheimnisse eingeweiht. So wird Prof. Dr. Heinrich Lang, Inhaber der Professur Anorganische Chemie, mit den Jungen und Mädchen Kristalle züchten und unter dem Mikroskop auf Spurensuche gehen. Dabei beantworten die Schüler die Frage, ob sich die Formen ihrer Holzmodelle in der wirklichen Kristallwelt wiederfinden. Und Ralph Sontag vermittelt den Grundschülern im mathematischen Teil, wie Kristallmuster entstehen und beschrieben werden können. Dabei gibt er Einblick in die wundervolle Welt der Symmetrie.

Gefördert wird das Kooperationsprojekt zwischen der Grundschule Harthau und der TU Chemnitz durch die Initiative Südwestsachsen. Zum Schulfest am 30. Juni 2012 können Besucher die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit bestaunen.


© R. Sontag, H. Geisler, 05.05.2012